Die Delegiertenversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Region Südwest traf sich zur ersten Versammlung 2026 in Speyer. Im Mittelpunkt der Beratungen stand das Thema „Kirche in Zeiten des Populismus“.
So referierte Dr. Hilke Rebenstorf, Wissenschaftliche Referentin für Kirchensoziologie im Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD zum Thema:
„Rechtspopulismus und Kirche(n). Hintergründe – Anknüpfungspunkte“. Frau Dr. Rebenstorf mahnte zu Beginn ihres Vortrages, in den Gemeinden vor Ort zu bleiben als Kirche vor Ort, denn „wenn Kirche sich zurückzieht aus den Gemeinden, dann kommen andere nach.“
Dr. Michael Roseneck, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Praktische Philosophie II der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und an der Professur für Religionsphilosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main zum Thema: „Was zum Himmel schreit – Die Demokratie und Gerechtigkeit schützende und stützende Funktion der Religion“.
Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt stellte die erste Auseinandersetzung mit der revidierten Fassung der „Charta oecumenica“ dar. In Kleingruppen wurden die vierzehn Artikel der neuen Charta diskutiert und abschließende beraten, welche Punkte für die Arbeit in der ACK von besonderer Relevanz sein können. So hieß es dann als Resonanz: „die Frage bleibt, wo können wir die Charta punktuell verdeutlichen. Eine Möglichkeit wäre bei Stadt -Jubiläen, der Weite der Konfessionen und Religionen einen Platz einzuräumen.“ „Wir kommen ökumenisch nicht weiter, wenn sich die „großen Player“ nicht zurücknehmen“, so Jutta Walber, Vorsitzende der ACK SW.
Im Operativen standen dann die Berichte der Mitgliedskirchen und die Mitarbeit bei den Heilig Rock Tagen in Trier im Fokus. Hier wurde gesagt:
Die ACK hat zur Kenntnis genommen, dass sich das Bistum bei den HRT aus dem öffentlichen Bereich des Hauptmarktes auf den Domvorplatz zurückzieht. Dennoch werden wir als ACK weiterhin auf dem Hauptmarkt mit einem Segensangebot präsent sein.
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen der Region Südwest blickt auf ihr 50-jähriges Bestehen zurück. Sie eint die Überzeugung, dass der christliche Glaube Einheit in Vielfalt zu stiften vermag. Auch die Neuapostolische Kirche Westdeutschland wurde in die Gruppe der Kirchen aufgenommen, die in der ACK die Grundüberzeugung vertreten: „Die Zukunft der Kirche ist ökumenisch.“
Zu diesem Thema referierten am Ende der Jubiläumstagung im Bischöflichen Priesterseminar St. German Speyer die Vertreter dreier Kirchen: die pfälzische Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst, der Trierer Weihbischof Robert Brahm und die Reutlinger Theologin Ulrike Schuler, die sich zur Evangelisch-methodistischen Kirche zählt. So berief sich Wüst bei ihrem Eintreten für den ökumenischen Fortschritt auf die Gründung des Ökumenischen Rates der Kirchen 1948, die Öffnung der römisch-katholischen Kirche im Zweiten Vatikanischen Konzil in den 1960er-Jahren und die Leuenberger Konkordie von 1973 als wesentliche Weichenstellungen. Da die „volkskirchliche Realität“ an ihr Ende gelangt sei, könnten sich die christlichen Kirchen keine „konfessionelle Verzettelung“ mehr leisten, meinte die Kirchenpräsidentin. Nach wie vor spiele das Trennende eine Rolle, dürfe aber nicht das letzte Wort haben. Als beispielhaft führte Dorothee Wüst die in der Leuenberger Konkordie festgelegte Abendmahlsgemeinschaft an, die noch nicht vollgültig umgesetzt sei. „Die Zukunft der Kirche ist ökumenisch, aber sie fällt uns nicht in den Schoß“, trat sie für anhaltende Bemühungen um die Überwendung von Trennungen ein. Robert Brahm teilte die Auffassung, dass mit Blick auf die ACK Südwest „aus einer zarten Pflanze ein stattÂlicher Baum“ geworden sei. Das hätten sich die Gründerväter nicht träumen lassen, meinte der Trierer Weihbischof mit Blick auf den 1975 bewirkten Zusammenschluss der Kirchen in Rheinland-Pfalz und Saarland zur ACK-Region Südwest. Das christliche Glaubensbekenntnis bilde den „gemeinsamen Nenner“, der daran erinnere, „dass wir gemeinsam stark sind“, so Brahm.
Heute gehören der Arbeitsgemeinschaft mit dem Katholischen Bistum der Alt-Katholiken, dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, der Evangelischen Brüder-Unität, dem Bund Freier evangelischer Gemeinden, der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Evangelischen Kirche der Pfalz, der Griechisch-Orthodoxen Metropolie, der Koptisch-orthodoxen Kirche, der Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutscher Mennoniten, der Evangelisch-methodistischen Kirche, der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland, dem Bistum Speyer und Trier sowie der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) zwölf Mitgliedsgemeinschaften an. Gastmitglieder sind die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Mittelrhein und der Bund freikirchlicher Pfingstgemeinden.
Die emeritierte Theologin Ulrike Schuler stellte in ihrem Vortrag eine im Methodismus tief wurzelnde Bereitschaft für interreligiöse und ökumenische Beziehungen heraus. Christliche Kirchen, die sich stärker an ihren Gemeinsamkeiten ausrichteten als an dem Trennenden, könnten ein starkes Zeugnis sein.
Vorsitzende der ACK Südwest ist seit 2021 Superintendin Jutta Walber von der Evangelischen Kirche im Rheinland. Ihr stehen Anna Werle (Ökumenereferentin des Bistums Trier) und Jürgen Tibusek (Leiter des Landesverbandes Südwest des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden) zur Seite. Seit 2023 gehören Pfarrerin Anja Behrens (Evangelische Kirche der Pfalz) und Bishoy Soliman (Koptisch-orthodoxe Kirche) zum geschäftsführenden Vorstand.
Die Gedenkveranstaltung begann am 18. Juni mit einem ökumenischen Gottesdienst im katholischen Trierer Dom. In seiner Begrüßung wies der Vorsitzende der OBKD, Metropolit Augoustinos darauf hin, dass Konstantin beim Konzil zugehört habe: „Ohne aufeinander zu hören geht es auch heute nicht: in der Kirche, in der Ökumene, in Politik und Gesellschaft", so Augoustinos.
„Mit Papst Franziskus verliert nicht nur die römisch-katholische Kirche ein Vorbild im Glauben und einen starken Zeugen für das Evangelium Jesu Christi. Voller Dankbarkeit schauen auch die anderen in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) verbundenen Kirchen auf das Leben und Wirken von Papst Franziskus. In seiner Menschennähe, seiner Hinwendung zu jenen, die am Rand der Gesellschaft stehen und in seiner Offenheit gegenüber allen Menschen gleich welchen Glaubens oder Konfession war er für alle Christinnen und Christen eine Leitfigur in der Nachfolge Jesu Christi. Ökumenisch hat er während seines Pontifikats starke Akzente gesetzt und somit die Einheit der Christen als eines der wichtigsten Ziele und Anliegen hervorgehoben. Mit vielen Kirchenleitungen weltweit haben ihn Freundschaften verbunden, die sichtbar gemacht haben, dass wir uns als Christen nur gemeinsam den Herausforderungen unserer Welt und unserer Gesellschaften stellen können. Papst Franziskus hat viele Gelegenheiten genutzt, um zur Einheit aufzurufen. Ihm war die ökumenische Dimension ein Herzensanliegen, das auch in der Ausrichtung der Weltsynode und in den weiteren innerkatholischen Prozessen spürbar wurde. Christsein geht nicht alleine, das hat Papst Franziskus immer wieder vorgelebt.
Dankbar erinnere ich mich ganz persönlich an unsere Begegnung im Jahr 2017, als wir mit dem damaligen Vorstand der ACK in Deutschland, nach Rom reisten und die Gelegenheit hatten, Papst Franziskus persönlich zu treffen. Seine Gabe, zuzuhören und auf die Menschen einzugehen, ist mir dabei in lebendiger Erinnerung geblieben. Als Anglikanische Gemeinschaft denken wir dankbar zurück an die vielen Zeichen der Verbundenheit und des Miteinanders, die wir erfahren durften – wie die gemeinsame Friedensreise nach Südsudan mit dem Erzbischof von Canterbury.
Als Vorsitzender der ACK in Deutschland möchte ich meine große Würdigung der Leistungen und des Mutes von Papst Franziskus zum Ausdruck bringen. Es war bewegend, wie er noch in den letzten Tagen seines irdischen Lebens die Kräfte mobilisierte, um nah bei den Menschen zu sein, und ihnen den Ostersegen zu spenden. Bleiben werden seine Menschenliebe, sein Zeugnis für das Evangelium, seine ökumenischen Akzente und sein Bewusstsein für synodale Prozesse in den Kirchen. Die ACK in Deutschland mit all ihren Kirchen wird Papst Franziskus ein ehrendes Andenken bewahren. Wir trauern mit unseren römisch-katholischen Geschwistern um den Verlust eines wahren Ökumenikers und eines Vorbildes im Glauben. In den Tagen, wo wir in der ost- und der westkirchlichen Tradition gemeinsam die Auferstehung Jesu Christi feiern, sind wir gestärkt von der Hoffnung auf die Auferstehung. Möge Gott, der Herr, Papst Franziskus die ewige Ruhe schenken und ihn aufnehmen in sein Reich.“
Am 20. und 21. März fand in Speyer die Delegiertenversammlung der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) Südwest statt. Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Kirchen haben sich versammelt, um über die aktuellen Herausforderungen für die Ökumene zu diskutieren. Die Vorsitzende, Superintendentin Jutta Walber hat die Versammlung am Donnerstag um 10:00 Uhr eröffnet. Am Vormittag beschloss die Delegiertenversammlung den Haushalt des letzten Jahres. Ein weiterer wichtiger Punkt war der Antrag der Neuapostolischen Kirche auf volle Mitgliedschaft in der ACK Südwest. Auf Bundesebene der ACK hat die Neuapostolische Kirche schon die Vollmitgliedschaft. Die Delegierten begrüßten den Antrag und geben ihren Kirchen ein einstimmiges Ja als Meinungsbild mit auf den Weg.
Am Nachmittag war Prof. Dr. Johanna Rahner von der Eberhard Karls Universität Tübingen zu Gast. Sie hielt ein Vortrag zum Thema. Welche Innovation braucht die Ökumene? Theologische Zeitansagen mit Blick auf Kirchen und Gesellschaft. In einem ersten Teil hat sie die Ergebnisse der Kirchenmitgliedschaft Untersuchung (KMU6) dargestellt und deutlich gemacht, dass beide großen Kirchen mit hohen Mitgliederverlusten auch in Zukunft rechnen müssen und welche Herausforderungen diese verringerte Zahl auch für die Ökumene mit sich bringt. Sie stellte die etwas provokante Frage, ob wir in Zukunft lieber eine in uns abgeschlossene, kleine Herde sein wollen, oder auch als kleine Gemeinschaften Sauerteig für die Gesellschaft sein wollen. Sie selbst plädiert ausdrücklich für die Sauerteigtheorie und empfiehlt den großen und auch den kleinen Kirchen, dass sie sich Partnerinnen und Partner in der Gesellschaft suchen sollen. Denn die Kirchen müssen raus in die Welt gehen, dahin, wo die Menschen leben und sich im Alltag bewähren müssen. So können sie auch heute die christliche Rede von der Menschwerdung Gottes Wirklichkeit werden lassen. Ihr Auftrag ist es sich in Wort und Tat für die Würde jedes Menschen stark zu machen - Räume und Orte für Dialog und Begegnung zu schaffen. Die Kirchen können selbstbewusst in die Zukunft gehen. Die Untersuchungen des Religionsmonitors belegen, „dass Religion, als gelebte religiöse Praxis, die mit einer Gemeindeanbindung einhergeht, gesellschaftliche Solidarität stärken kann. Wer auf solche Weise religiös ist, zeigt ein höheres Solidaritätsverhalten und ist zuversichtlicher hinsichtlich der Potenziale unserer Gesellschaft.
Nach der Abendandacht hat die Versammlung Susanne Laun, Ökumenereferentin vom Bistum Speyer, verabschiedet. Sie hat viele Jahre zunächst als Mitglied und die letzten beiden Jahre auch im Vorstand der ACK Südwest mitgearbeitet. Ökumene war ihr immer ein Herzensanliegen.
Im anschließenden Kamingespräch hat Christian Badorrek von der Kirche der Siebenten Tags Adventisten, von der Struktur seiner Kirche erzählt. Insbesondere stellte er die hohe Bedeutung der Treffen am Sabbat und dem Einsatz für Bildung und Gesundheit. So betreibt die Kirche mehrere Schulen und Krankenhäuser und Alten- und Pflegeheime weltweit.
Am zweiten Tag stand erneut die kirchlichen Mitgliedschaftsuntersuchung diesmal in Form eines Vortrags von Detlef Pollak, einem Religionssoziologen auf dem Programm. Im Unterschied zu Prof. Dr. Rahner hat er andere Schlussfolgerungen aus den Untersuchungen gezogen. Für ihn bleibt der Sonntagsgottesdienst ein wichtiger Ort für die religiöse Prägung der Menschen. Da sie innerfamiliär immer mehr zurückgeht. Er betonte, die Kirchen sollten sich Gedanken machen, wie sie auch in Zukunft den Gottesdienst als Ort der religiösen Bildung und auch der religiösen Vergemeinschaftung stark machen können. Die Delegiertenversammlung endete mit einem Ausblick auf das 50-jährige Jubiläum im Herbst, das die Delegierten am 23. und 24. Oktober in Speyer im Priester Seminar auch mit vielen ehemaligen Mitgliedern feiern werden.
Zum Vorsitzenden wurde der anglikanische Reverend Christopher Easthill aus Wiesbaden gewählt. Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl und Bischof Emmanuel von Christoupolis bestimmt. Bereits am Abend wird der neue Vorstand in sein Amt eingeführt und die bisherigen Vorstandsmitglieder verabschiedet.
„Die Wahl des interkulturell divers zusammengesetzten Vorstandsteams aus dem gesamten Bundesgebiet mit profunden Ökumenikern und kirchenleitungserfahrenen Personen verspricht weiterhin eine agile, zukunftsweisende und multilaterale Gremienarbeit auf Augenhöhe in den nächsten Jahren“, freut sich die Geschäftsführerin, Dr. Verena Hammes, über den Ausgang der Wahl. Gemäß der Satzung können Vorstandsmitglieder nur aus den Reihen der delegierten Mitglieder der Mitgliedskirchen gewählt werden. Der Vorstand ist für die Dauer von drei Jahren gewählt.
Gewählt wurden als Vorstandmitglieder (in alphabetischer Reihenfolge):
Zum Vorsitzenden wurde auf Empfehlung des gewählten Vorstandes Reverend Christopher Easthill gewählt. Damit ist erstmals ein Delegierter der Anglikanischen Kirche Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland.
Easthill wurde 1960 in Singapur geboren, war zuletzt ein weltweit operierender Manager eines internationalen Versicherungsunternehmens, ehe er 2011 das Studium der Theologie am Virgina Theological Seminary in Amerika aufnahm. Nach seiner Weihe zum Diakon absolvierte er sein Vikariat in München und wurde dort zum Priestergeweiht, ehe er 2014 Pfarrer der Church of St. Augustine of Canterbury in Wiesbaden wurde, wo er seitdem arbeitet. Easthill ist bereits seit 2016 Mitglied im Vorstand der ACK in Deutschland und hat die ACK als stellvertretender Vorsitzender immer wieder bei bundesweiten Veranstaltungen vertreten. Er folgt auf Erzpriester Radu Constantin Miron, der nicht zur Wiederwahl als Vorsitzender antrat. Er hatte seit 2019 an der Spitze des multilateralen Gremiums gestanden und war die erste orthodoxe Person in diesem Amt.
Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl (1. stellvertretender Vorsitzender) und Bischof Emmanuel von Christoupolis (2. stellvertretende Vorsitzender) bestimmt.
Stellvertretende Vorstandsmitglieder wurden (in alphabetischer Reihenfolge):
Am Abend wird der neue Vorstand in einem Gottesdienst in sein Amt eingeführt und übernimmt mit sofortiger Wirkung die Sitzungsleitung. Vorher stehen Mitglieder des neugewählten Vorstandes und der Vorsitzende Reverend Christopher Easthill für ein kurzes Interview zur Verfügung.
Ein durchweg positives Resümee zogen die Veranstalter der Fachtagung zum Ersten Ökumenischen Konzil von Nizäa in Frankfurt am Main, die auch international Beachtung fand. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tauschten sich drei Tage in Frankfurt über Aspekte und Erkenntnisse rund um das Erste Ökumenische Konzil, das vor 1700 Jahren in der türkischen Seestadt Nizäa stattgefunden hat, aus. Die Tagung wurde vom Deutschen Ökumenischen Studienausschuss (DÖSTA) der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) in Kooperation mit der Evangelischen und Katholischen Akademie in Frankfurt veranstaltet. Bundesweit nehmen Wissenschaftler und Vertreter der unterschiedlichen Kirchen ein überwältigendes Interesse an Veranstaltungen anlässlich des 1700-jährigen Jubiläums wahr. Bei diesen wird die Aktualität und Praxisrelevanz der Konzilsthemen für die heutige Zeit immer wieder unterstrichen.
Angesichts der bevorstehenden Wahlen des 21. Deutschen Bundestages hat der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland, Erpriester Miron, am 11. Februar gemeinsam mit der Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischöfin Kirsten Fehrs, und dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing einen Wahlaufruf veröffentlicht.
Darin rufen sie gemeinsam auf, trotz der großen Herausforderungen mit Hoffnung und Vertrauen in die Zukunft zu blicken und sich gemeinsam für ein demokratisches Miteinander und eine gute Zukunft mit klarere Orientierung einzusetzen.
Die Vorsitzenden appellieren an alle Wahlberechtigten: "Übernehmen Sie Verantwortung für das demokratische Miteinander. Gehen Sie wählen und stimmen Sie bei der Bundestagswahl für Parteien und Abgeordnete, die sich für ein rechtsstaatliches, freiheitliches, weltoffenes, solidarisches und die Schöpfung bewahrendes Deutschland einsetzen. Wir wenden uns dabei besonders an alle, die zum ersten Mal wählen dürfen: Machen wir alle von unserer Stimme Gebrauch und stehen wir für unsere Demokratie ein!"
Angesichts einer zunehmenden Polarisierung in der Gesellschaft, hat die ACK Südwest auf ihrer Frühjahrstagung in Speyer die Bedeutung der Nächstenliebe als Grundlage für gute politische Entscheidungen herausgestellt. Die Goldene Regel „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch“ (Matthäus 7,12) ist nicht nur für Christen einer der wichtigsten Orientierungspunkte, sondern zugleich ein starkes Band für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Nächstenliebe schließt Fremdenfeindlichkeit und Reduzierung des Nächsten auf Klischees und Vorurteile aus.
?Die Delegierten der ACK-Tagung betonten zudem den Wert eines jeden Menschen, unabhängig von seiner Herkunft und Hautfarbe. Jeder Mensch sei von Gott geliebt und ernst genommen. Er habe eine Stimme, die gehört werden müsse, Mehrheiten dürften Minderheiten nicht unterdrücken.?
Die ACK verweist auf ihr eigenes Beispiel: Trotz jahrhundertelanger Zersplitterung und Unterschiedlichkeit sei der Zusammenschluss heute eine konstruktive, multilaterale Ökumene, die gut zusammenarbeitet. ?„Wir erleben die Vielfalt nicht als Bedrohung, sondern als enorme Bereicherung. Wir reden nicht übereinander, sondern miteinander. Wir erleben, wie wichtig es ist, einander zuzuhören – und zwar in einer Haltung der Wertschätzung“, sagt die Vorsitzende der ACK Südwest, Superintendentin Jutta Walber, „Es kommt uns darauf an, den anderen so verstehen zu wollen, wie er verstanden werden will.“.
Die ACK Südwest ermutigt Wähler und politische Entscheidungsträger einen respektvollen Umgang mit allen Menschen zum Maß des eigenen Handelns zu machen.
ACK Südwest veröffentlicht "Checkliste für ökumenische Projekte"
Landau – Welches Glaubensbekenntnis wird bei ökumenischen Gottesdiensten gebetet? Wie ist die finanzielle Beteiligung der beteiligten Gemeinden an gemeinsamen Aktivitäten geregelt? Wie erfährt die Öffentlichkeit, welche Konfessionen an einer ökumenischen Aktion beteiligt waren? Diese und andere Fragen tauchen immer wieder im Vorfeld ökumenischer Veranstaltungen auf und sorgen manchmal für Irritationen. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in der Region Südwest hat deshalb die wichtigsten Fragen zu ökumenischen Gottesdiensten, Gemeindefesten und sonstigen gemeinsamen Aktivitäten in einer „Checkliste für ökumenische Projekte“ kompakt und nach Themen gebündelt zusammengefasst.
Für den Vorsitzenden der ACK – Region Südwest Pastor Dr. Wagner besteht das Ziel der achtseitigen Broschüre darin, „die wichtigsten Fragen aufzulisten, die bei gemeinsamen Projekten zu bedenken sind.“ So könne man mögliche Stolperfallen vermeiden, Haupt- und Ehrenamtliche entlasten und das ökumenische Miteinander vertiefen. Ein besonderes Augenmerk sei auf die Freikirchen und auf die Ostkirchen gerichtet: „Wir wollen mit unserer Checkliste dazu ermutigen, ökumenische Aktionen nach Möglichkeit immer in der Weite aller ACK-Gemeinden vor Ort zu planen und durchzuführen.“ Sein Dank, so Wagner, gelte insbesondere den Delegierten aus fünf Mitgliedskirchen, die die Broschüre im Auftrag der ACK Südwest erarbeitet haben.
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