Willkommen bei der ACK-Region Südwest

Ökumenischer Schöpfungstag in Landau am 30. September

Feier des ökumenischen Schöpfungstages 

Vielfältiges Programm auf dem LGS-Gelände geplant – Abschluss der Aktion „Trendsetter und Weltretter“

Landau/Speyer – Mit einem bunten Programm zum Thema faires und umweltgerechtes Konsumverhalten feiern die Kirchengemeinden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Landau einen ökumenischen Schöpfungstag. Am Sonntag, 30. September, gibt es rund um den Kirchenpavillon „himmelgrün“ Informationsmöglichkeiten, Mitmachaktionen und musikalische Beiträge, eingerahmt vom Erntedankgottesdienst der Stiftskirchengemeinde und einem ökumenischen Abschlussgottesdienst. Der Schöpfungstag bildet zugleich den Abschluss der Mitmachaktion „Trendsetter – Weltretter“, die von einem Aktionsbündnis aus Kirche und Politik getragen wird.

Seit 2010 ruft die ACK Deutschland jährlich zur Feier eines ökumenischen Schöpfungstages auf. In diesem Jahr steht er unter dem Motto: Von meinen Früchten könnt ihr leben. Er will an die Sorge Gottes für die Welt erinnern, aber auch an einen fürsorglichen Umgang mit der Schöpfung appellieren. In diesem Anliegen laden alle Kirchengemeinden, die sich in der ACK Landau zusammengeschlossen haben, zu einem Aktionstag auf dem ehemaligen LGS-Gelände ein. Den Auftakt um 11.00 Uhr bildet der Familiengottesdienst der Stiftskirchengemeinde zum Erntedankfest, der von der Landauer Kinderkantorei musikalisch gestaltet wird. Anschließend besteht die Möglichkeit zum Mittagessen. Nachmittags laden der BDKJ Landau und die evangelische Jugend Landau, der Landauer Weltladen, das Team des ökumenischen Cafémobils, der Chor der Wichern-Werkstätte „Manou and friends“ und weitere Gruppen zum Mitmachen, Mitdenken, Mitspielen und Mitsingen ein. 

Den Abschlussgottesdienst um 17.00 Uhr feiern neben Geistlichen aus Landau auch Pfarrer Detlev Besier, Leiter der Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der Evangelischen Kirche der Pfalz, und Pastoralreferent Steffen Glombitza, Umweltbeauftragter des Bistums Speyer, mit. Denn mit der Feier des Landauer Schöpfungstages wird zugleich die ökumenische Mitmachaktion „Trendsetter – Weltretter“ abgeschlossen, die Bistum und Landeskirche zusammen mit der ACK Südwest (Rheinland-Pfalz/Saarland) und der Landeszentrale für Umweltaufklärung ins Leben gerufen haben. Im Rahmen der Aktion wurden über die ganze Pfalz/Saarpfalz verteilt Kinoabende, ein Repair-Café, eine alternative Modenschau und eine Reihe weiterer Veranstaltungen angeboten. Wer sich zur Aktion angemeldet hatte, erhielt wöchentliche Impulse und jeden Tag eine Aufgabe, die dazu anregen sollten, das eigene Konsumverhalten kritisch in den Blick zu nehmen.

Hinweise:

Es besteht die Möglichkeit, sich mit einem Fahrdienst ab der Stiftskirche zum 11.00-Uhr-Gottesdienst fahren zu lassen. Anmeldung unter Tel. 0 63 41 / 62 08 06.

Bei schlechtem Wetter finden alle Veranstaltungen in der Stiftskirche und im Gemeindehaus (Stiftsplatz 9) statt.

Nähere Infos unter: www.kirchelandau.de, www.trendsetter-weltretter.de 

Zur Feier des Schöpfungstages auf Bundesebene siehe auch: https://www.oekumene-ack.de/aktuell/aktuelle-meldungen/artikel/artikeldetails/gemeinsamer-einsatz-fuer-die-vielfalt-der-schoepfung-dringend-noetig/ 

Kirchen mahnen einen gemeinsamen Aufbruch an

Kaiserslautern (lk). „Gemeinsam voran“: Mit der eindringlichen Mahnung, sich für eine Welt des Friedens, der Gerechtigkeit und der Vergebung und für die Einheit der christlichen Kirchen einzusetzen, haben der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann, der pfälzische Kirchenpräsident Christian Schad sowie weitere Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Kaiserslautern einen ökumenischen Tauferinnerungsgottesdienst gefeiert.

Heute stehe die Gesellschaft politisch und gesellschaftlich in einer ähnlich radikalen Umbruchsituation wie vor 200 Jahren, hob Bischof Wiesemann in seiner Predigt hervor. Das Lebenshaus der Erde sei in seinen Grundfesten bedroht, weil „ein Teil der Menschheit rücksichtslos auf Kosten der anderen und nachfolgender Generationen lebt“. Die Kirchen könnten in tiefer ökumenischer Gemeinschaft mithelfen, das Antlitz der Erde zu erneuern. „Es geht um die Überwindung von Grenzen, die zwischen Menschen, Nationen und Kulturen aufgerichtet sind, und um die Einheit der ganzen Menschheitsfamilie.“ 

Das Unionsjubiläum der Evangelischen Kirche der Pfalz stehe in einer Reihe kirchlicher Ereignisse, bei denen die ökumenischen Partner grundlegend mit einbezogen würden, sagte Bischof Wiesemann. Das zeige deutlich den großen ökumenischen Fortschritt in unserer Zeit. Denn diese Einladungen seien weit mehr als eine Geste der Höflichkeit oder eine Frage des Protokolls. „Sie sind Ausdruck unseres Selbstverständnisses von Kirche.“ Insbesondere konfessionsverbindende Paare und Familien lebten diese Gemeinsamkeit schon heute. „Gerade hier ist die Sehnsucht nach der vollen Einheit, nicht selten unter dem tiefempfundenen Schmerz des Noch-Getrennt-Seins, mitten im Leben verwirklicht.“

„Wir bejahen heute die 1818 vollzogene Union als Antrieb zu neuer ökumenischer Arbeit“, unterstrich Kirchenpräsident Schad in dem Gottesdienst zum Auftakt der Jubiläumsfeier „200 Jahre Pfälzer Kirchenunion“. Im Geist der Union wisse sich die Evangelische Kirche der Pfalz verpflichtet zu geschwisterlicher Gemeinschaft mit allen Christen. „Das Wasser der Taufe macht uns durch Gottes Geist zu Schwestern und Brüdern in dem einen Leib der weltweiten Kirche Jesu Christi. Die Taufe ist das Band der Einheit, das uns über alle konfessionellen Grenzen hinweg mit Christus und untereinander verbindet“, sagte Kirchenpräsident Schad. Höhepunkt der Feier war entsprechend die Erinnerung an die eigene Taufe. Die am Gottesdienst Teilnehmenden wurden mit einem Wasserkreuz bezeichnet, verbunden mit der Zusage: „Du bist getauft auf den Namen des dreieinigen Gottes.“ 

Im Zeichen der Taufe müssten Barrieren und Mauern zwischen den christlichen Kirchen und Gemeinschaften überwunden werden, betonten auch Pastor Jochen Wagner, Vorsitzender der ACK – Region Südwest, und Erzpriester Georgios Basioudis von der griechisch-orthodoxen Metropolie in Deutschland. Ruth Raab-Zerger von der Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutscher Mennonitengemeinden erinnerte daran, dass die Neuordnung am Beginn des 19. Jahrhunderts im Geiste der Aufklärung auch große Auswirkungen auf andere Glaubensgemeinschaften gehabt habe. So hätten in dem neuen Freiheitsraum in Deutschland Freikirchen entstehen und ihren Glauben offen und öffentlich bekennen können. Es sei erfreulich, dass heute mit „Ökumene“ alle Christengemeinden und nicht nur die beiden großen Kirchen gemeint seien. 

Der Gottesdienst wurde außerdem von Luisa Fischer, Vorsitzende des Katholikenrates im Bistum Speyer, Pfarrer Jürgen Wienecke von der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche, Dekanin Dorothee Wüst vom Protestantischen Kirchenbezirk Kaiserslautern, Dekan Steffen Kühne vom Katholischen Dekanat Kaiserslautern und dem pfälzischen Synodalpräsidenten Hermann Lorenz mitgestaltet. Die Evangelische Jugendkantorei der Pfalz unter Leitung von Landeskirchenmusikdirektor Jochen Steuerwald und Domorganist Markus Eichenlaub an der Orgel sorgten für den musikalischen Rahmen. Die Kollekte des Gottesdienstes kommt dem Projekt „Trauerort“ des Ökumenischen Gemeinschaftswerkes Pfalz zugute. 

1818 vereinigten sich in Kaiserslautern die bis dahin getrennten reformierten und lutherischen Gemeinden der Pfalz zu einer gemeinsamen Kirche. Die Pfälzer Kirchenunion entstand, weil die Gemeinden es wollten, sie war eine Basisbewegung. Dies feiert die Evangelische Kirche der Pfalz mit einem Festwochenende vom 7. bis 9. September an den historischen Schauplätzen in Kaiserslautern.

Aktion "Trendsetter Weltretter" eröffnet

Ökumenische Mitmachaktion für einen nachhaltigen Lebensstil – Anmeldungen ab sofort möglich

Ludwigshafen. Am heutigen Samstag ist die Aktion „Trendsetter Weltretter – einfach anders konsumieren“ auf dem Platz der Deutschen Einheit eröffnet worden. Die ökumenische Mitmachaktion für einen nachhaltigen Lebensstil richtet sich an Einzelpersonen und Gruppen, die im Alltag nach Alternativen für einen nachhaltigeren Lebensstil suchen. Los geht es am 1. September, Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Pünktlich um fünf vor zwölf startete die Eröffnungsfeier auf dem Platz der Deutschen Einheit. „Sie sind Pioniere“, rief die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Bündnis 90/Die Grünen) den Initiatoren der Aktion zu. Denn mit der Aktion „Trendsetter Weltretter – einfach anders konsumieren“ betreten das Bistum Speyer, die Evangelische Kirche der Pfalz, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in der Region Südwest und die Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz Neuland. Gemeinsam haben Sibylle Wiesemann, Klimaschutz-Managerin bei der Evangelischen Kirche der Pfalz, Steffen Glombitza, Umweltbeauftragter des Bistums Speyer, und Bärbel Schäfer, Umweltbeauftragte der Evangelischen Kirche der Pfalz, das vierwöchige Mitmachprogramm entwickelt. Es findet bewusst im Rahmen der ökumenischen „Schöpfungszeit“ statt, die seit vielen Jahren zwischen dem 1. September und dem 4. Oktober von Christen in vielen Ländern begangen wird.

Glombitza, Wiesemann und Schäfer hoffen, dass ihre Aktion auch in anderen Regionen Nachahmer findet. Es sei sehr wichtig, die Bedeutung eines nachhaltigeren Lebensstils verstärkt ins Bewusstsein der Menschen zu bringen, betonte auch die Umweltministerin. Die Themen Klima und Energie sowie Biodiversität seien die beiden herausragenden Themen der Zeit. Um hier Veränderungen zu erreichen, müsse auch die Politik neue Schritte unternehmen. „Es können nicht nur die Verbraucher die Welt retten“, so Ulrike Höfken. Auch für die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) ist es wichtig, dass für das Thema Nachhaltigkeit vermehrt Sensibilität erzeugt wird.

Oberkirchenrat Dr. Michael Gärtner informierte die rund 60 Gäste dann über die Inhalte der Aktion. „Wir haben vier Themen in vier Wochen: Kleidung, Papier, Elektroartikel und Plastik“, erläuterte er. Die Teilnehmer erhalten über E-Mail oder WhatsApp jeweils eine Wochenaufgabe sowie tägliche Impulse und Ideen für praktische Veränderungen beim Konsum. Die drei Organisatoren haben sich dabei kreative Ideen wie etwa das Gruppen-Plogging einfallen lassen. „Da joggt man in der Gruppe und sammelt gleichzeitig Müll. Das ist Joggen mit Sinn“, erklärt Sybille Wiesemann. Die Veranstalter erbitten von den Teilnehmern Rückmeldungen über die Erfahrungen. Unter allen, die über ihre Erfahrungen berichten, werden attraktive Preise verlost. 

„Dass die Aktion in wenigen Tagen am 1. September startet, ist ein optimaler Zeitpunkt", meinte Pastor Dr. Jochen Wagner, Vorsitzender der ACK Region Südwest, „da durch die zurückliegende Hitzewelle das Thema ‚Klimawandel' endlich auch in Deutschland in größerem Maße wahrgenommen wird."

Der neue Generalvikar des Bistums Speyer, Andreas Sturm, erinnerte an die globale Verantwortung der Christen. „Wir müssen als Christen über den Tellerrand hinausschauen. Es muss allen Menschen gut gehen“, sagte er. Ein erster Schritt dazu könne beispielsweise sein, regional und saisonal einzukaufen. 

Schon vor der offiziellen Eröffnung gab es auf dem Platz der Deutschen Einheit verschiedene Aktionsstände. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) war mit seinem Oldtimer-Wohnmobil „Polli“ gekommen. Die Besucher konnten alte Handys abgeben, die recycelt werden. Beim Trendsetter Weltretter-Quiz konnten sie ihre Kenntnisse über nachhaltiges Verhalten unter Beweis stellen.

Die Evangelische Jugend Ludwigshafen hatte gleich mehrere Aktionsstände aufgebaut. In großen Plexiglas-Säulen konnten die Besucher bunte Bälle werfen und so ihre Meinung zu Fragen wie „Ist Papier besser als Plastik?“ oder „Wird in Deutschland genug zur Müllvermeidung getan?“ zum Ausdruck bringen. Gleich nebenan konnte man ganz praktisch zum Weltenretter werden und so schnell wie möglich eine Wasserball-Weltkugel aufpumpen. Über Alternativen zu Einweg-Plastikgeschirr informierte ein weiterer Stand. Die Band „Small Pint“ begleitete die Eröffnungsfeier musikalisch.

Bis Samstagmittag hatten sich schon 100 Teilnehmer angemeldet – die Organisatoren hoffen nun auf viele weitere Weltretter. Anmeldungen sind über die Internetseite www.trendsetter-weltretter.de möglich. 

Am 30. September wird die Aktion im Kirchenpavillon himmelgrün (www.himmelgruen-landau.evpfalz.de) in Landau auf dem Gelände der ehem. Landesgartenschau um 17:00 Uhr mit einem Gottesdienst abgeschlossen werden. Herzliche Einladung!

Ökumenisches Gebet im Advent 2018

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http://www.ack-suedwest.de/index.php?id=5140

Erzählcafé konfessionsverbindende Ehepaare

Für eine uneingeschränkte Solidarität mit christlichen Flüchtlingen

Begegnung von Vertretern des Bistums Speyer und der Evangelischen Kirche der Pfalz mit Seelsorgern östlicher Kirchen.

Ludwigshafen. Zum dritten Mal kamen Vertreter des Bistums Speyer und der Pfälzischen Landeskirche mit Seelsorgern östlicher Kirchen zusammen. Diese warben für eine „uneingeschränkte Solidarität mit christlichen Flüchtlingen – und zwar jetzt“. Der Austausch zum Thema Jugend und Kirche zeigte, dass nicht nur in der katholischen und evangelischen Kirche, sondern auch in der Orthodoxie Jugendliche immer schwerer einen Zugang zu ihrer Kirche finden.

Nicht zulassen, dass Populisten unsere Werte bestimmen
„Es reicht nicht mehr, dass wir einzelnen Flüchtlingen helfen“, so Fuat Demir, Vorsitzender der Internationalen Gesellschaft Orientalischer Christen. Er verwies auf zahlreiche Fälle, in denen Christinnen und Christen bereits vor vielen Jahren nach Deutschland geflohen sind und nach wie vor keine Bleibeperspektive hätten. Mit Blick auf das Thema Familiennachzug appellierte Demir: „Lasst uns helfen, dass Flüchtlinge und ihre Familien wieder zusammenkommen, und geben wir Populisten nicht die Chance, unsere Werte zu bestimmen.“ Nur so könnten Traumatisierungen von Geflüchteten überwunden werden. Sowohl von den Großkirchen als auch vom Staat erhoffe man sich konkrete und wirksame Zeichen der Solidarität.

In diesem Zusammenhang warb Dirk Wachsmann, Geschäftsführer des Malteser-Hilfsdienstes im Bistum Speyer, für die Stellenangebote der Malteser, die auch für Angehörige östlicher Kirchen offen seien: „Gemäß unserem Motto: Den Glauben bezeugen und Hilfe den Bedürftigen, freuen wir uns, wenn sich Christinnen und Christen auch aus anderen Konfessionen bei uns haupt- und ehrenamtlich engagieren wollen und so ihren Glauben leben.“

Für eine christliche Verkündigung jenseits der Mauern der Kirche
„Die Kirche ist für viele Jugendliche ein Buch mit sieben Siegeln“, mit diesen Worten beschrieb Domkapitular Franz Vogelgesang das schwierige Verhältnis von Kirche und Jugend. Dass dies auch in orthodoxen Kirchen nicht anders ist, erläuterte Elisabeth Kurt, verantwortlich für die Jugendarbeit in der syrisch-orthodoxen Gemeinde Worms: „Die Haltung, der Glaube bringt mir nichts, ist auch unter unseren Jugendlichen weit verbreitet“. Mit Gruppenstunden und Messdienerarbeit versuche man, Kinder und Jugendliche an den Glauben und an die eigene Kirche heranzuführen. Auch wenn Jugendliche immer seltener den Kontakt zur Kirche suchten, zeigten sich doch alle Teilnehmer an der Begegnung überzeugt, dass junge Christinnen und Christen nach wie vor offen für den Glauben sind. 

Pfarrer Arne Dembek, Beauftragter der Pfälzischen Landeskirche für Christen anderer Sprachen und Herkunft, verwies darauf, dass Migranten, die in zweiter oder dritter Generation in Deutschland leben, in besonderer Weise auf der Suche nach ihrer eigenen Identität sind und dabei auch die eigene Glaubenstradition kritisch hinterfragten. Für eine Kirche, die in die Lebenswelten der Menschen eintaucht, warb Erzpriester Georgios Basioudis von der griechisch-orthodoxen Gemeinde Mannheim: „Christliche Verkündigung geschieht nicht nur in der Kirche und in theologischer Sprache, sondern auch durch unsere Präsenz bei öffentlichen Anlässen oder beim Fußballspiel mit Jugendlichen“. 

Zu Gast in der griechisch-orthodoxen Gemeinde Ludwigshafen
Gastgeber der Begegnung war die griechisch-orthodoxe Kirchengemeinde Mariä Verkündigung in Ludwigshafen. Olga Papazoglou berichtete von den „aufregenden Jahren des Beginns“, als seit 1973 griechisch-orthodoxe Christinnen und Christen aus der Region Ludwigshafen in wechselnden Kirchen ihre Gottesdienste feierten. Dass man 2007 vom Bistum Speyer die katholische Marienkirche erwerben konnte, sei für die Gemeinde ein „Wunder“ gewesen. Die Kirche mit ihren Gemeinderäumen sei seitdem ein „zweites Zuhause“ für ca. 4.000 orthodoxe Gläubige wie auch für viele griechische Kultur- und Sportvereine. Besonders stolz sei man darauf, dass man die Kirche allein mit Spenden nach und nach mit Ikonen ausschmücken könne. „Uns ist es aber auch wichtig, ein offenes Haus für Angehörige anderer orthodoxer Kirchen und anderer christlicher Konfessionen zu sein“, betonte Papazoglou.

Text und Bild: Bistum Speyer

Mitmachaktion für einen nachhaltigen Lebensstil

Speyer (lk/is). Das Bistum Speyer, die Evangelische Kirche der Pfalz, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Region Südwest und die Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz starten im September gemeinsam die Aktion „Trendsetter Weltretter – einfach anders konsumieren“. Am Donnerstag, 3. Mai, findet von 10 bis 16 Uhr in der evangelischen Jugendbildungsstätte Martin-Butzer-Haus in Bad Dürkheim ein Studientag für Interessierte und Multiplikatoren statt.

„Wir alle wissen es: Es steht nicht gut um unseren Planeten“, erklären die Umweltbeauftragten des Bistums Speyer, Steffen Glombitza, und der Evangelischen Kirche der Pfalz, Bärbel Schäfer. Sie haben die Idee einer ökumenischen „Mitmachaktion“ in der Schöpfungszeit entwickelt. „Mit der Aktion wollen wir einladen, im Alltag Ungewohntes auszuprobieren und Alternativen zu suchen. Es geht darum, neue und andere Trends zu setzen, damit alle gut leben können.“ 

Jeder könne seinen Teil dazu beizutragen, damit „künftige Generationen nicht schlechter gestellt sind als wir selbst, fordert Michael Borger vom Landesjugendpfarramt, das Mitveranstalter des Studientages ist, zur Teilnahme auf. „Für die Lebenssituation künftiger Generationen ist es von großer Bedeutung, ob es uns gelingt, einen nachhaltigeren Lebensstil zu pflegen.“ Sibylle Wiesemann von der evangelischen Arbeitsstelle Frieden und Umwelt ergänzt: „Wir können uns den Alltag spannend machen, indem wir Neues ausprobieren und sinnvolle Herausforderungen suchen.“

Der Fokus richte sich in diesem Jahr besonders auf den Konsum von Plastik, Elektrogeräten, Kleidung und Papier. Die Aktion werde in den nächsten Jahren mit anderen Schwerpunkten weitergeführt. Zum Mitmachen sind Einzelpersonen und Gruppen eingeladen. Sie erhalten für jede der vier Wochen per Webseite, Email oder WhatsApp-Nachricht eine Wochenaufgabe und tägliche Ideen für praktische Veränderungen. Mit einer eigenen Internetseite, die ab Juli im Netz steht (www.trendsetter-weltretter.de), wollen die Veranstalter möglichst viele Menschen zur Teilnahme an der Aktion motivieren. Eine Anmeldung ist ab Juli über die Homepage möglich.

Die Aktion „Trendsetter Weltretter“ wird am 18. August vor der Rheingalerie in Ludwigshafen eröffnet. Geplant sind im September unter anderem eine Modenschau mit fairer Kleidung und ein Erlebnistag zu Wald, Papier und Schöpfungsverantwortung, außerdem Filmvorführungen und Veranstaltungen zu den Themen „Reparieren statt wegwerfen“ und „Unser Plastik in den Ozeanen“. Mit einem ökumenischen Gottesdienst im Pavillon der Kirchen auf dem Gelände der Landesgartenschau in Landau wird die Aktion „Trendsetter Weltretter“ am 30. September ihren Abschluss finden. 

Hinweis: Anmeldung zum Studientag am 3. Mai beim Protestantisches Landesjugendpfarramt, Unionstraße 1, 67657 Kaiserslautern, Telefon: 0631/3642-001, E-Mail: info@evangelische-jugend-pfalz.de

Kontakt: Bistum Speyer, Umweltbeauftragter Steffen Glombitza, Telefon: 06842/7060205, E-Mail: umweltbeauftrager@bistum-speyer.de und Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der Evangelischen Kirche der Pfalz, Umweltbeauftragte Bärbel Schäfer, Telefon 06232/6715-19, E-Mail: schaefer@frieden-umwelt-pfalz.de.

Mehr zum Thema ab Juli 2018 auf der Website: www.trendsetterweltretter.de.

Text und Bild: Ev. Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche)

Zum Artikel des Bistums Speyer siehe auch: https://www.bistum-speyer.de 


"Ökumene: Im Anderen Gottes Angesicht begegnen"

Delegierte der ACK-Südwest tauschen sich mit Vertretern der Neuapostolischen Kirche aus -
Bischof Damian gibt einen Einblick in die Situation koptisch-orthodoxer Christen

Ebernburg – „Im Anderen Gottes Angesicht begegnen!“, dazu rief Pastor Dr. Jochen Wagner, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in der Region Südwest, die Delegierten aus 14 (Gast-)Mitgliedskirchen auf, die auf der Ebernburg zu ihrer Frühjahrsversammlung zusammengekommen waren. Als Gäste waren hochrangige Vertreter der Neuapostolischen Kirche (NAK) geladen, die ihre Hoffnung auf eine engere ökumenische Zusammenarbeit mit der ACK ausdrückten. Der koptisch-orthodoxe Bischof Anba Damian berichtete eindrücklich, wie Angehörige seiner Kirche in ihrem Heimatland Ägypten unterdrückt werden, und bat die ACK-Kirchen um ihre Unterstützung.

Die Neuapostolische Kirche auf dem Weg aus der Isolation

„Seit den 1990er Jahren haben wir die selbstgewählte Isolation aufgegeben“, so der neuapostolische Bischof Peter Johanning. Zusammen mit Apostel Clement Haeck gab er den Delegierten der ACK-Südwest einen Überblick über seine Kirche. Wie alle Kirchen stehe auch die NAK „auf dem Boden der Heiligen Schrift“ und verstehe sich als „Teil der einen Kirche Jesu Christi“. Anders als früher sei man heute überzeugt, dass „auch in anderen Kirchen der Heilige Geist lebt und wirkt“. Für die überwältigende Mehrheit der NAK gelte: „Ich möchte kein Sektierer sein“. Die Lehre von der baldigen Wiederkunft Christi, die in der NAK eine große Rolle spiele, ermögliche es den Gläubigen seiner Kirche, so Johanning, „hoffnungsfroh und sicher“ in die Zukunft zu gehen. Der Weltanschauungsbeauftrage des Bistums Trier Matthias Neff zeigte sich tief beeindruckt von der ökumenischen Öffnung der NAK wie auch von der „Offenheit und Ehrlichkeit, mit der die NAK Gespräche mit anderen Kirchen führt“. Und die Geschäftsführerin der ACK Deutschland Dr. Elisabeth Dieckmann ergänzte, dass auch die ACK-Kirchen einen „Lernprozess“ durchlaufen haben, „um ihre Vorurteile zu überdenken“. Für die kommenden Jahre stellte sie eine Gastmitgliedschaft der NAK in der Bundes-ACK in Aussicht.

Den Geist der Solidarität mit verfolgten Christen stärken

„Zweites Jerusalem, Märtyrerkirche und Ursprung des mönchischen Lebens“, so charakterisierte Bischof Anba Damian mit sichtlichem Stolz seine in Ägypten beheimatete koptisch-orthodoxe Kirche. Umso schlimmer sei es, dass die Kopten in ihrer angestammten Heimat als „Bürger dritter Klasse“ behandelt werden und „ununterbrochener Gewalt“ ausgesetzt seien. Damian, einer von zwei koptisch-orthodoxen Bischöfen in Deutschland, berichtete von getöteten Christen, zerstörten Kirchen und Überfällen auf Privathäuser, aber auch davon, dass Täter vom Staat nicht zur Rechenschaft gezogen werden: „Wir erleben einen Hass ohne Grenzen“. Angesichts dessen plädierte er für „ein Leben in Würde und ein friedliches Miteinander“. Diakon Dr. Bishoy Soliman, der die koptisch-orthodoxe Gemeinde in Kaiserslautern betreut, wies darauf hin, dass Kopten, die nach Deutschland geflohen sind, zunehmend von „gewaltsamer Abschiebung“ bedroht sind. Bischof Damian rief die Delegierten deshalb dazu auf, „die Gemeinsamkeiten neu zu entdecken, den Geist der Solidarität zu stärken und den Menschen gemeinsam das Licht der Erkenntnis zu bringen“. Ebenso bat er um konkrete Unterstützung, etwa durch Ausbildungsplätze für koptische Flüchtlinge oder durch Spenden von Hilfsgütern.

Feier des Ökumenischen Schöpfungstages 2020 voraussichtlich in Landau

Im weiteren Verlauf ihrer Versammlung blickten die Delegierten auf den Reformationstag 2017 zurück, der in Saarbrücken, Speyer und vielen anderen Orten mit ökumenischer Beteiligung gefeiert worden ist. Pastor Dr. Wagner lud die Delegierten zum Gebet für den kranken, mittlerweile verstorbenen Kardinal Karl Lehmann ein. Vereinbart wurde, dass es in den kommenden Tagungen vor allem um das Thema Schöpfungsverantwortung gehen soll – in Vorbereitung auf die zentrale Feier des Ökumenischen Schöpfungstags im Herbst 2020, die voraussichtlich in Landau unter Mitwirkung der ACK-Südwest stattfinden wird.

Text: ACK-Südwest
Bilder: Renate Thesing

erd-verbunden

ökumenisch-geistlicher Weg zur Schöfpung im Antropozän

Mit "erd-verbunden" wurde ein weiterer ökumenisch-geistlicher Übungsweg zu einem aktuellen Thema initiiert und in einer ökumenischen Arbeitsgruppe (Bistum Speyer, Evangelische Kirche der Pfalz, ACK-Region Südwest, missio-Internationales Katholisches Missionswerk, Ludwig Missionsverein KdöR, Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e.V., Ökumenischer Prozess "Umkehr zum Leben - den Wandel gestalten") verfasst. Ein spirituelles Überungsheft gibt jeweils über einen Zeitraum von vier Wochen Impulse für die tägliche Einzelbetrachtung; ein Begleitheft für Gruppenverantwortliche bietet Anregungen für die Gestaltung fünf wöchentlicher Treffen in der Gruppe. Zu Übungs- und Begleitheft werden weiterführende Materialien und hilfreiche Vorlagen erstellt, die uns auf dem Weg begleiten.

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten beim Institut für kirchliche Fortbildung!

Der Flyer zum Download.


Fürbittkalender des ÖRK

Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen
in Rheinland-Pfalz und im Saarland
Geschäftsstelle
Pfarrerin Stefanie Schlenczek
Anschrift: Westbahnstr. 4, 76829 Landau
Tel.: 06341/9289-11, Fax: 9289-25
Web:  www.ack-suedwest.de
eMail: buero(at)nospamack-suedwest.de

Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Mittwoch, 17. Oktober 2018

Seine Herrschaft wird groß und des Friedens kein Ende sein. Jesaja 9,6

Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. Hebräer 13,8