Willkommen bei der ACK-Region Südwest

Erzählcafé konfessionsverbindende Ehepaare

Für eine uneingeschränkte Solidarität mit christlichen Flüchtlingen

Begegnung von Vertretern des Bistums Speyer und der Evangelischen Kirche der Pfalz mit Seelsorgern östlicher Kirchen.

Ludwigshafen. Zum dritten Mal kamen Vertreter des Bistums Speyer und der Pfälzischen Landeskirche mit Seelsorgern östlicher Kirchen zusammen. Diese warben für eine „uneingeschränkte Solidarität mit christlichen Flüchtlingen – und zwar jetzt“. Der Austausch zum Thema Jugend und Kirche zeigte, dass nicht nur in der katholischen und evangelischen Kirche, sondern auch in der Orthodoxie Jugendliche immer schwerer einen Zugang zu ihrer Kirche finden.

Nicht zulassen, dass Populisten unsere Werte bestimmen
„Es reicht nicht mehr, dass wir einzelnen Flüchtlingen helfen“, so Fuat Demir, Vorsitzender der Internationalen Gesellschaft Orientalischer Christen. Er verwies auf zahlreiche Fälle, in denen Christinnen und Christen bereits vor vielen Jahren nach Deutschland geflohen sind und nach wie vor keine Bleibeperspektive hätten. Mit Blick auf das Thema Familiennachzug appellierte Demir: „Lasst uns helfen, dass Flüchtlinge und ihre Familien wieder zusammenkommen, und geben wir Populisten nicht die Chance, unsere Werte zu bestimmen.“ Nur so könnten Traumatisierungen von Geflüchteten überwunden werden. Sowohl von den Großkirchen als auch vom Staat erhoffe man sich konkrete und wirksame Zeichen der Solidarität.

In diesem Zusammenhang warb Dirk Wachsmann, Geschäftsführer des Malteser-Hilfsdienstes im Bistum Speyer, für die Stellenangebote der Malteser, die auch für Angehörige östlicher Kirchen offen seien: „Gemäß unserem Motto: Den Glauben bezeugen und Hilfe den Bedürftigen, freuen wir uns, wenn sich Christinnen und Christen auch aus anderen Konfessionen bei uns haupt- und ehrenamtlich engagieren wollen und so ihren Glauben leben.“

Für eine christliche Verkündigung jenseits der Mauern der Kirche
„Die Kirche ist für viele Jugendliche ein Buch mit sieben Siegeln“, mit diesen Worten beschrieb Domkapitular Franz Vogelgesang das schwierige Verhältnis von Kirche und Jugend. Dass dies auch in orthodoxen Kirchen nicht anders ist, erläuterte Elisabeth Kurt, verantwortlich für die Jugendarbeit in der syrisch-orthodoxen Gemeinde Worms: „Die Haltung, der Glaube bringt mir nichts, ist auch unter unseren Jugendlichen weit verbreitet“. Mit Gruppenstunden und Messdienerarbeit versuche man, Kinder und Jugendliche an den Glauben und an die eigene Kirche heranzuführen. Auch wenn Jugendliche immer seltener den Kontakt zur Kirche suchten, zeigten sich doch alle Teilnehmer an der Begegnung überzeugt, dass junge Christinnen und Christen nach wie vor offen für den Glauben sind. 

Pfarrer Arne Dembek, Beauftragter der Pfälzischen Landeskirche für Christen anderer Sprachen und Herkunft, verwies darauf, dass Migranten, die in zweiter oder dritter Generation in Deutschland leben, in besonderer Weise auf der Suche nach ihrer eigenen Identität sind und dabei auch die eigene Glaubenstradition kritisch hinterfragten. Für eine Kirche, die in die Lebenswelten der Menschen eintaucht, warb Erzpriester Georgios Basioudis von der griechisch-orthodoxen Gemeinde Mannheim: „Christliche Verkündigung geschieht nicht nur in der Kirche und in theologischer Sprache, sondern auch durch unsere Präsenz bei öffentlichen Anlässen oder beim Fußballspiel mit Jugendlichen“. 

Zu Gast in der griechisch-orthodoxen Gemeinde Ludwigshafen
Gastgeber der Begegnung war die griechisch-orthodoxe Kirchengemeinde Mariä Verkündigung in Ludwigshafen. Olga Papazoglou berichtete von den „aufregenden Jahren des Beginns“, als seit 1973 griechisch-orthodoxe Christinnen und Christen aus der Region Ludwigshafen in wechselnden Kirchen ihre Gottesdienste feierten. Dass man 2007 vom Bistum Speyer die katholische Marienkirche erwerben konnte, sei für die Gemeinde ein „Wunder“ gewesen. Die Kirche mit ihren Gemeinderäumen sei seitdem ein „zweites Zuhause“ für ca. 4.000 orthodoxe Gläubige wie auch für viele griechische Kultur- und Sportvereine. Besonders stolz sei man darauf, dass man die Kirche allein mit Spenden nach und nach mit Ikonen ausschmücken könne. „Uns ist es aber auch wichtig, ein offenes Haus für Angehörige anderer orthodoxer Kirchen und anderer christlicher Konfessionen zu sein“, betonte Papazoglou.

Text und Bild: Bistum Speyer

Mitmachaktion für einen nachhaltigen Lebensstil

Speyer (lk/is). Das Bistum Speyer, die Evangelische Kirche der Pfalz, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Region Südwest und die Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz starten im September gemeinsam die Aktion „Trendsetter Weltretter – einfach anders konsumieren“. Am Donnerstag, 3. Mai, findet von 10 bis 16 Uhr in der evangelischen Jugendbildungsstätte Martin-Butzer-Haus in Bad Dürkheim ein Studientag für Interessierte und Multiplikatoren statt.

„Wir alle wissen es: Es steht nicht gut um unseren Planeten“, erklären die Umweltbeauftragten des Bistums Speyer, Steffen Glombitza, und der Evangelischen Kirche der Pfalz, Bärbel Schäfer. Sie haben die Idee einer ökumenischen „Mitmachaktion“ in der Schöpfungszeit entwickelt. „Mit der Aktion wollen wir einladen, im Alltag Ungewohntes auszuprobieren und Alternativen zu suchen. Es geht darum, neue und andere Trends zu setzen, damit alle gut leben können.“ 

Jeder könne seinen Teil dazu beizutragen, damit „künftige Generationen nicht schlechter gestellt sind als wir selbst, fordert Michael Borger vom Landesjugendpfarramt, das Mitveranstalter des Studientages ist, zur Teilnahme auf. „Für die Lebenssituation künftiger Generationen ist es von großer Bedeutung, ob es uns gelingt, einen nachhaltigeren Lebensstil zu pflegen.“ Sibylle Wiesemann von der evangelischen Arbeitsstelle Frieden und Umwelt ergänzt: „Wir können uns den Alltag spannend machen, indem wir Neues ausprobieren und sinnvolle Herausforderungen suchen.“

Der Fokus richte sich in diesem Jahr besonders auf den Konsum von Plastik, Elektrogeräten, Kleidung und Papier. Die Aktion werde in den nächsten Jahren mit anderen Schwerpunkten weitergeführt. Zum Mitmachen sind Einzelpersonen und Gruppen eingeladen. Sie erhalten für jede der vier Wochen per Webseite, Email oder WhatsApp-Nachricht eine Wochenaufgabe und tägliche Ideen für praktische Veränderungen. Mit einer eigenen Internetseite, die ab Juli im Netz steht (www.trendsetter-weltretter.de), wollen die Veranstalter möglichst viele Menschen zur Teilnahme an der Aktion motivieren. Eine Anmeldung ist ab Juli über die Homepage möglich.

Die Aktion „Trendsetter Weltretter“ wird am 18. August vor der Rheingalerie in Ludwigshafen eröffnet. Geplant sind im September unter anderem eine Modenschau mit fairer Kleidung und ein Erlebnistag zu Wald, Papier und Schöpfungsverantwortung, außerdem Filmvorführungen und Veranstaltungen zu den Themen „Reparieren statt wegwerfen“ und „Unser Plastik in den Ozeanen“. Mit einem ökumenischen Gottesdienst im Pavillon der Kirchen auf dem Gelände der Landesgartenschau in Landau wird die Aktion „Trendsetter Weltretter“ am 30. September ihren Abschluss finden. 

Hinweis: Anmeldung zum Studientag am 3. Mai beim Protestantisches Landesjugendpfarramt, Unionstraße 1, 67657 Kaiserslautern, Telefon: 0631/3642-001, E-Mail: info@evangelische-jugend-pfalz.de

Kontakt: Bistum Speyer, Umweltbeauftragter Steffen Glombitza, Telefon: 06842/7060205, E-Mail: umweltbeauftrager@bistum-speyer.de und Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der Evangelischen Kirche der Pfalz, Umweltbeauftragte Bärbel Schäfer, Telefon 06232/6715-19, E-Mail: schaefer@frieden-umwelt-pfalz.de.

Mehr zum Thema ab Juli 2018 auf der Website: www.trendsetterweltretter.de.

 

Text und Bild: Ev. Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche)

Zum Artikel des Bistums Speyer siehe auch: https://www.bistum-speyer.de 


"Ökumene: Im Anderen Gottes Angesicht begegnen"

Delegierte der ACK-Südwest tauschen sich mit Vertretern der Neuapostolischen Kirche aus -
Bischof Damian gibt einen Einblick in die Situation koptisch-orthodoxer Christen

Ebernburg – „Im Anderen Gottes Angesicht begegnen!“, dazu rief Pastor Dr. Jochen Wagner, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in der Region Südwest, die Delegierten aus 14 (Gast-)Mitgliedskirchen auf, die auf der Ebernburg zu ihrer Frühjahrsversammlung zusammengekommen waren. Als Gäste waren hochrangige Vertreter der Neuapostolischen Kirche (NAK) geladen, die ihre Hoffnung auf eine engere ökumenische Zusammenarbeit mit der ACK ausdrückten. Der koptisch-orthodoxe Bischof Anba Damian berichtete eindrücklich, wie Angehörige seiner Kirche in ihrem Heimatland Ägypten unterdrückt werden, und bat die ACK-Kirchen um ihre Unterstützung.

Die Neuapostolische Kirche auf dem Weg aus der Isolation

„Seit den 1990er Jahren haben wir die selbstgewählte Isolation aufgegeben“, so der neuapostolische Bischof Peter Johanning. Zusammen mit Apostel Clement Haeck gab er den Delegierten der ACK-Südwest einen Überblick über seine Kirche. Wie alle Kirchen stehe auch die NAK „auf dem Boden der Heiligen Schrift“ und verstehe sich als „Teil der einen Kirche Jesu Christi“. Anders als früher sei man heute überzeugt, dass „auch in anderen Kirchen der Heilige Geist lebt und wirkt“. Für die überwältigende Mehrheit der NAK gelte: „Ich möchte kein Sektierer sein“. Die Lehre von der baldigen Wiederkunft Christi, die in der NAK eine große Rolle spiele, ermögliche es den Gläubigen seiner Kirche, so Johanning, „hoffnungsfroh und sicher“ in die Zukunft zu gehen. Der Weltanschauungsbeauftrage des Bistums Trier Matthias Neff zeigte sich tief beeindruckt von der ökumenischen Öffnung der NAK wie auch von der „Offenheit und Ehrlichkeit, mit der die NAK Gespräche mit anderen Kirchen führt“. Und die Geschäftsführerin der ACK Deutschland Dr. Elisabeth Dieckmann ergänzte, dass auch die ACK-Kirchen einen „Lernprozess“ durchlaufen haben, „um ihre Vorurteile zu überdenken“. Für die kommenden Jahre stellte sie eine Gastmitgliedschaft der NAK in der Bundes-ACK in Aussicht.

Den Geist der Solidarität mit verfolgten Christen stärken

„Zweites Jerusalem, Märtyrerkirche und Ursprung des mönchischen Lebens“, so charakterisierte Bischof Anba Damian mit sichtlichem Stolz seine in Ägypten beheimatete koptisch-orthodoxe Kirche. Umso schlimmer sei es, dass die Kopten in ihrer angestammten Heimat als „Bürger dritter Klasse“ behandelt werden und „ununterbrochener Gewalt“ ausgesetzt seien. Damian, einer von zwei koptisch-orthodoxen Bischöfen in Deutschland, berichtete von getöteten Christen, zerstörten Kirchen und Überfällen auf Privathäuser, aber auch davon, dass Täter vom Staat nicht zur Rechenschaft gezogen werden: „Wir erleben einen Hass ohne Grenzen“. Angesichts dessen plädierte er für „ein Leben in Würde und ein friedliches Miteinander“. Diakon Dr. Bishoy Soliman, der die koptisch-orthodoxe Gemeinde in Kaiserslautern betreut, wies darauf hin, dass Kopten, die nach Deutschland geflohen sind, zunehmend von „gewaltsamer Abschiebung“ bedroht sind. Bischof Damian rief die Delegierten deshalb dazu auf, „die Gemeinsamkeiten neu zu entdecken, den Geist der Solidarität zu stärken und den Menschen gemeinsam das Licht der Erkenntnis zu bringen“. Ebenso bat er um konkrete Unterstützung, etwa durch Ausbildungsplätze für koptische Flüchtlinge oder durch Spenden von Hilfsgütern.

Feier des Ökumenischen Schöpfungstages 2020 voraussichtlich in Landau

Im weiteren Verlauf ihrer Versammlung blickten die Delegierten auf den Reformationstag 2017 zurück, der in Saarbrücken, Speyer und vielen anderen Orten mit ökumenischer Beteiligung gefeiert worden ist. Pastor Dr. Wagner lud die Delegierten zum Gebet für den kranken, mittlerweile verstorbenen Kardinal Karl Lehmann ein. Vereinbart wurde, dass es in den kommenden Tagungen vor allem um das Thema Schöpfungsverantwortung gehen soll – in Vorbereitung auf die zentrale Feier des Ökumenischen Schöpfungstags im Herbst 2020, die voraussichtlich in Landau unter Mitwirkung der ACK-Südwest stattfinden wird.

Text: ACK-Südwest
Bilder: Renate Thesing

erd-verbunden

ökumenisch-geistlicher Weg zur Schöfpung im Antropozän

Mit "erd-verbunden" wurde ein weiterer ökumenisch-geistlicher Übungsweg zu einem aktuellen Thema initiiert und in einer ökumenischen Arbeitsgruppe (Bistum Speyer, Evangelische Kirche der Pfalz, ACK-Region Südwest, missio-Internationales Katholisches Missionswerk, Ludwig Missionsverein KdöR, Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e.V., Ökumenischer Prozess "Umkehr zum Leben - den Wandel gestalten") verfasst. Ein spirituelles Überungsheft gibt jeweils über einen Zeitraum von vier Wochen Impulse für die tägliche Einzelbetrachtung; ein Begleitheft für Gruppenverantwortliche bietet Anregungen für die Gestaltung fünf wöchentlicher Treffen in der Gruppe. Zu Übungs- und Begleitheft werden weiterführende Materialien und hilfreiche Vorlagen erstellt, die uns auf dem Weg begleiten.

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten beim Institut für kirchliche Fortbildung!

Der Flyer zum Download.


Fürbittkalender des ÖRK

Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen
in Rheinland-Pfalz und im Saarland
Geschäftsstelle
Pfarrerin Stefanie Schlenczek
Anschrift: Westbahnstr. 4, 76829 Landau
Tel.: 06341/9289-11, Fax: 9289-25
Web:  www.ack-suedwest.de
eMail: buero(at)nospamack-suedwest.de

Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Donnerstag, 21. Juni 2018

HERR Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich verlässt! Psalm 84,13

Wo keine Hoffnung war, hat Abraham auf Hoffnung hin geglaubt. Römer 4,18