Willkommen bei der ACK-Region Südwest


„Jesus Christus geht unseren konfessionellen Unterschieden voraus“

ACK-Südwest verabschiedet gemeinsames Wort zum ökumenischen Christusfest in Koblenz

Trier – Zweimal im Jahr treffen sich Vertreterinnen und Vertreter aller Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in der Region Südwest zu ihrer Delegiertenversammlung. Im Mittelpunkt des Frühjahrstreffens im Robert-Schuman-Haus in Trier stand das Gedenken an 500 Jahre Reformation. Aus diesem Anlass findet am Pfingstmontag 2017 ein ökumenisches Christusfest in Koblenz statt, das von der ACK-Südwest mitveranstaltet wird.

Das Reformationsjubiläum in der Weite der ACK feiern

Am Beginn der Versammlung blickte der ACK-Vorsitzende Pastor Dr. Jochen Wagner auf den ökumenischen Buß- und Versöhnungsgottesdienst in Otterberg zurück, zu dem die Evangelische Kirche der Pfalz und das Bistum Speyer eingeladen hatten. Wagner stellte fest: „Wir sind dankbar, dass es gelungen ist, diesen Versöhnungsakt der katholischen und der evangelischen Kirche in die Weite aller ACK-Kirchen einzubinden“. Vor allem das Schuldbekenntnis gegenüber den täuferischen Kirchen und der Dank an die Freikirchen und an die östlichen Kirchen habe gezeigt: Ökumene ist mehr als das Miteinander der beiden großen Kirchen in Deutschland.

Einen Ausblick auf das bevorstehende ökumenische Christusfest am Pfingstmontag, 5. Juni 2017, auf der Burg Ehrenbreitstein bei Koblenz gab der stellvertretende Vorsitzende der ACK-Südwest Superintendent Horst Hörpel. An diesem Tag werden Vertreter der ACK beim Eröffnungs- und Schlussgottesdienst, bei einem der großen Podien über die Zukunft der Kirchen und bei der Kirchenmeile beteiligt sein. Außerdem verabschiedeten die ca. 25 Delegierten ein Wort auf dem gemeinsamen Weg mit dem Titel „Jesus Christus geht uns voraus“, das im Rahmen des Koblenzer Christusfestes vorgestellt wird und dazu aufruft, Christus als den zu verkünden, der allen konfessionellen Unterschieden vorausgeht.

Koptische Orthodoxe Kirche als neues Mitglied aufgenommen

Mit Freude stellt der ACK-Vorsitzende Wagner fest, dass alle Mitgliedskirchen dem Antrag der Koptischen Orthodoxen Kirche auf Mitgliedschaft in der ACK-Südwest zugestimmt haben. Als Vertreter der Kopten dankte Diakon Dr. Bishoy Soliman für das Vertrauen und zeigte sich erfreut über die künftige Zusammenarbeit. Offiziell vollzogen, so Wagner, werde die Aufnahme im Rahmen der nächsten Delegiertenversammlung im Herbst 2017.

Neue kirchliche und gesellschaftliche Herausforderungen sowie Änderungen in der Arbeitsweise des Vorstands machten es notwendig, dass die Delegierten nach über 15 Jahren die Ordnung der ACK-Südwest einer Überarbeitung unterzogen. Stärker als bislang will man sich dem interreligiösen Dialog, dem Eintreten für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung wie auch dem Thema Öffentlichkeitsarbeit widmen. Die überarbeitete Ordnung wird in den folgenden Monaten allen Mitgliedskirchen mit der Bitte um Zustimmung vorgelegt.

Text: Thomas Stubenrauch – Bild: Renate Thesing

Aussöhnung ist eine Lebensaufgabe

Kirchenpräsident und Bischof: Ökumenisches Miteinander stets neu bezeugen

Otterberg (lk/is). In einem Buß- und Versöhnungsgottesdienst mit rund 900 Besuchern in der Otterberger Abteikirche haben der pfälzische Kirchenpräsident Christian Schad und der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann im Reformationsjahr 2017 die Christen aller Konfessionen dazu aufgerufen, das ökumenische Miteinander immer wieder in konkretem Reden und Tun zu bezeugen.

„Unsere Identität als Christen ist weit mehr als bloß eine abstrakte Idee. Sie muss sich zeigen und bewähren“, sagte Bischof Wiesemann in dem ökumenischen Gottesdienst aus Anlass des Jubiläums 500 Jahre Reformation. Unter dem Titel „Erinnerung heilen – Jesus Christus bezeugen“ gestalteten die Feier außerdem mit: der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen – Region Südwest (ACK), Pastor Jochen Wagner, Erzpriester Georgios Basioudis von der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland, Ruth Raab-Zerger als Vertreterin der südwestdeutschen Mennonitengemeinden sowie die Otterberger Pfarrer Achim Dittrich (katholisch) und Harry Albrecht (evangelisch).

Die Bereitschaft, sich zu versöhnen, müsse die Grundhaltung jedes Christen sein, führten Kirchenpräsident Schad und Bischof Wiesemann in ihrer Dialogpredigt aus, in der sie auch persönliche Erfahrungen geglückter und misslungener Gemeinschaft schilderten. „Vorbei sind die Zeiten, in denen wir uns gegenseitig der Gewissheit der Hölle versicherten, statt der gemeinsamen Suche des Himmels. Von gestern ist der Fehlschluss, wonach wir aus dem Anderssein des Anderen nur die Überlegenheit des Eigenen ableiten konnten“, sagte Schad. Wo die Konfessionen im Namen Jesu versammelt seien, sei Gott mitten unter ihnen. „Freuen wir uns an der Vielfalt und demonstrieren wir glaubhaft die Fähigkeit zur Einheit“, so der Kirchenpräsident.

„Wir verschließen die Augen nicht vor dem, weswegen wir in der Vergangenheit aneinander schuldig geworden sind und es bis heute werden“, führte Bischof Karl-Heinz Wiesemann aus. Die Bereitschaft, sich mit den Mitmenschen auszusöhnen, sei indes „mehr als nur ein punktuelles Geschehen. Sie ist eine Lebensaufgabe“. Die bewusste Aufarbeitung negativer Erfahrungen und das vergebende Wort seien heilsam, „weil sie helfen zu überwinden, was unserer sichtbaren Einheit noch im Wege steht“, sagte der Bischof. Das Reformationsjahr diene nicht dazu, Identität durch Abgrenzung zu gewinnen. „Wir feiern nicht uns, sondern Jesus Christus allein. So werden wir unserem gemeinsamen Auftrag gerecht“, erklärten Schad und Wiesemann.

Konkret haben sich in den Kirchengemeinden und Pfarreien bereits viele Menschen aufgemacht, im Laufe des Reformationsjahres 2017 einen ökumenisch-geistlichen Übungsweg gemeinsam zu gehen: Bis jetzt haben sich 26 Gruppen, davon sieben außerhalb der Pfalz, dem bundesweit einzigartigen Projekt unter dem Motto „zusammen wachsen“ angeschlossen. Sie wurden am Sonntag gesegnet und ausgesandt. Der Übungsweg gibt Impulse für persönliche Glaubensübungen und -erfahrungen und nimmt in der Form von Exerzitien im Alltag zentrale Themen der Reformation auf. Der dazu vom Institut für kirchliche Fortbildung bereits in zweiter Auflage herausgegebene spirituelle Leitfaden lade dazu ein, sich offen und neugierig auf den Weg zu machen und „in ökumenischer Gemeinschaft die geistigen Wurzeln, durch die wir zutiefst verbunden sind, zu erkunden“, heißt es im Vorwort.

Musikalisch umrahmten den Gottesdienst ein ökumenischer Projektchor und eine Bläsergruppe unter der Leitung des Bezirkskantors des katholischen Dekanats Kaiserslautern, Siegmar Junker, sowie der Landeskirchenmusikdirektor der Evangelischen Kirche der Pfalz, Jochen Steuerwald, an der Orgel. Die Abteikirche Otterberg gilt als Symbol für ein gelebtes ökumenisches Miteinander in der Pfalz. Jahrhundertelang feierten dort Katholiken und Protestanten ihre Gottesdienste unter einem Dach, aber bis 1979 durch eine Mauer getrennt. Seit 25 Jahren wird sie als Simultankirche von beiden Konfessionen gemeinsam genutzt.

12.03.2017, Otterberg - Pressemeldung der Evangelischen Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche)

Pfingstmontag, 5. Juni 2017: Ökumenisches Christusfest

Zum 500. Reformationsfest laden die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche der Pfalz, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Südwest und die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz am Pfingstmontag, 5. Juni 2017, zum Ökumenischen Christusfest nach Koblenz ein.

Die Umkehr zu Jesus Christus und die Erneuerung durch sein Evangelium waren zentrale Anliegen der Reformation. Martin Luthers Wiederentdeckung der frohen Botschaft, dass Christus die Menschen aus Glauben gerettet hat, verbindet die Konfessionen heute. Diese gemeinsame Mitte zu feiern, dazu dient das Ökumenische Christusfest in Koblenz.

"Vergnügt, erlöst, befreit" - unter diesem Motto steht der Pfingstmontag im Jahr des Reformationsfestes, das ökumenisch gefeiert wird.

Weitere Informationen: www.christusfest-koblenz.de

"zusammen wachsen"

ökumenisch-geistlicher Weg 500 Jahre Reformation

Machen Sie sich auf den Weg!
Mit dem geistlichen Übungsweg „zusammen wachsen“, der Sie vier Wochen lang im Jahr des Reformationsjubiläums und -gedenkens begleiten kann.
Ausgangspunkt für die Exerzitien ist das Jubiläum und Gedenken an 500 Jahre Reformation. Im Mittelpunkt stehen deshalb zentrale Themen der Reformationszeit wie Gnade, Rechtfertigung und Versöhnung. Als Anregung für die persönliche Meditation und die Gruppentreffen dienen vor allem Texte aus der Heiligen Schrift.
Zu Wort kommen aber auch Martin Luther und andere Reformatoren, Stimmen aus der gemeinsamen vorreformatorischen Zeit, aus der katholischen Reformbewegung, aus anderen kirchlichen Traditionen (zum Beispiel aus der Täuferbewegung) sowie aus der Ökumene heute.
Als Zeitraum bieten sich vor allem die Fasten-/Passionszeit oder die Wochen vor dem Reformationstag am 31. Oktober 2017 an.

Weitere Informationen:
http://www.institut-kirchliche-fortbildung.de/

 

 


Fürbittkalender des ÖRK

Pfarrer Thomas Borchers

Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen
in Rheinland-Pfalz und im Saarland
Geschäftsstelle
Pfarrer Thomas Borchers
Anschrift: Westbahnstr. 4, 76829 Landau
Tel.: 06341/9289-11, Fax: 9289-25
Web:  www.ack-suedwest.de
eMail: schoelch(at)nospammoed-pfalz.de 

Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Mittwoch, 26. April 2017

Gott, der du uns viel Angst und Not hast erfahren lassen, du wirst uns wieder beleben. Psalm 71,20

/Jesus spricht:/ Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Johannes 14,1